© Mignot, Hausner, Hunziker
Alexander Melnikow, Peter Maria Simonischek und Ivor Bolton

Abonnement I, FV

Sinfonieorchester Basel

(Melnikow / Simonischek / Bolton)

Mittwoch, 12. Februar 2020, 20 Uhr
Programmeinführung 45 Minuten vor Konzertbeginn, Einlass 19 Uhr
Heinrich-Lades-Halle, Großer Saal
Rathausplatz 1, 91052 Erlangen

Erstmals in Erlangen und sicher ein Erlebnis: Das Sinfonieorchester Basel, eines der besten Orchester Europas, präsentiert unter der Leitung von Ivor Bolton ein mehr als attraktives Beethoven-Programm mit dem russischen Pianisten Alexander Melnikow und Peter Maria Simonischek als Sprecher.

Sinfonieorchester Basel
Alexander Melnikow, Klavier
Peter Maria Simonischek, Sprecher
Ivor Bolton, Leitung

Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73

Ludwig van Beethoven
Die Geschöpfe des Prometheus op. 43
mit Texten von Alain Claude Sulzer

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Alexander Melnikow
© Julien Mignot

Titanen, wo man hinschaut

Prometheus? Ist das nicht der menschenfreundliche Titan, der den Göttern das Feuer geklaut hat, zur Strafe an einen Felsen gefesselt wird, wo ein hungriger Adler an seiner Leber hackt, die ihm aber nächtens immer wieder nachwächst? Lässt man die pikanten Details beiseite und wendet sich den bildungsbürgerlich relevanten Fakten zu, erstaunt zunächst, welche Vielzahl an Literaten, bildenden Künstlern und Musikern sich mit dieser Gestalt aus der griechischen Mythologie auseinandergesetzt haben.

Riesig die Liste der Dichter und Maler, aber auch Musiker aus mehreren Jahrhunderten haben sich von Prometheus inspirieren lassen – angefangen bei Thomas Campion und seiner 1613 veröffentlichten Masque „The Lords’ Masque“, alphabetisch gefolgt von den Komponisten Bantock, Barnett, Bargiel, Bassini und Benoi, Cortés und Cortese, Emmanuel, Fauré, Ferneyhough und Fisher, Goebbels und Goldmark, Hahn, Halévy, Hamilton, Hanuš, Hauer und Hofmann, Jelinek, Kazantzakis und Koerppen, Lambert, Lanner und Liszt, Martinet, Marx, Matuszczak und Miguez, Nikolov und Nono, Orff, Parry, Rajtschew, Reichardt und Röntgen, Saint-Saëns, Schubert, Sehlbach, Selmer und Skrjabin, Wagenseil, Wagner-Régeny, Wohlfahrt und Wolf. Nicht zu vergessen der titanische Ludwig van Beethoven!

Im Alter von 29 Jahren komponiert er für den Choreographen und Tänzer Salvatore Viganò, der damals nicht nur in Wien eine Kultfigur ist, eine Ballettmusik. Es geht darin
weniger um den gefesselten Prometheus und mehr um den Kulturbringer, also letztlich um die Emanzipation des Menschengeschlechts, seine Erweckung und Erziehung zu einem höheren und friedlichen Dasein.

Das heroisch-allegorische Ballett in zwei Akten „Die Geschöpfe des Prometheus“ op. 43 wurde am 28. März 1801 am Wiener Burgtheater uraufgeführt und brachte es dort auf für damalige Verhältnisse stattliche 28 Aufführungen. Die Choreographie des eher zeitgebundenen Huldigungsstücks ist verschollen und fand nach Viganò selbst nur wenige Nachschöpfer. Die Musik, die aus Ouvertüre, Introduktion und sechzehn Nummern besteht, ist geblieben und überlebte in erster Linie in Form der Ouvertüre, die es ins Konzertrepertoire schaffte. Den nicht unerheblichen Rest – ungekürzt dauert die Musik etwa eine Stunde und fünfzehn Minuten – kennt kaum einer.

Das Beethoven-Jubiläumsjahr und „Theatermusik“ als einen von drei Themenschwerpunkten im Blick haben sich die Verantwortlichen beim Sinfonieorchester Basel dafür entschieden, Beethovens Ballettmusik in einer zeitgemäßen Form zu präsentieren. Will heißen: Es gibt, was vor fast zwei Jahrzehnten der Dirigent Anton Rickenbacher, die Litauische Kammerphilharmonie und Sir Peter Ustinov als Sprecher schon vorexerziert haben, eine Aufführung mit zwischengeschalteten Texten, die den Zuschauern den Mythos, das Stück, seine Entstehungsgeschichte und Bedeutung näherbringen sollen.

Und weil man in Basel ohnehin mit dem mehrfach preisgekrönten Schriftsteller Alain Claude Sulzer zusammenarbeitet, wurde der beauftragt, einen Text zu schreiben, den der ebenfalls preisgekrönte österreichische Burgtheater-Schauspieler und „Toni Erdmann“-Protagonist Peter Simonischek vortragen wird. „Wir haben“, versichert Hans-Georg Hofmann, künstlerischer Direktor des Sinfonieorchesters Basel, „natürlich das Feld ein bisschen abgesteckt. Es geht um Beethoven, es geht auch um Revolution, um Napoleon. Sulzer hat darüber nachgedacht, ob er neben den 230 Jahren Französische Revolution auch 30 Jahre Stille Revolution mit einfließen lässt, um die Musik auch woanders als in ihrer historischen Zeit zu verorten. Wir sind selbst gespannt, was da am Ende kommt.“

Ob Peter Simonischek des Ballettcharakters wegen wenigstens ein Tanzbein schwingen wird, ist ebenfalls noch nicht raus. Fest steht, dass dieser kurzweilige Programmpunkt insgesamt maximal eine Stunde dauern dürfte, das heißt, die reine Ballettmusik wird auf etwa vierzig Minuten Gesamtdauer gekürzt, weil sie sonst den Rahmen eines normalen Konzerts – es gibt ja vorher noch den ersten Teil des Programms – sprengen würde.

Dieser erste Teil ist ebenfalls titanisch: Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 mit dem renommierten russischen Pianisten Alexander Melnikov, der sich schon früh mit der historischen Aufführungspraxis auseinandergesetzt hat. Das wiederum verbindet ihn mit Ivor Bolton, dem Chefdirigenten des Sinfonieorchesters Basel, der sich hierzulande vor allem als stilsicherer Dirigent von Händel-Opern an der Bayerischen Staatsoper einen Namen gemacht hat. Premiere des Konzerts ist im November in Basel. Dass wenig später Gastspiele in Vaduz, in der Philharmonie Essen, im Münchner Prinzregententheater und in Erlangen folgen, unterstreicht die Attraktivität sowohl des Programms wie der Ausführenden.

Text: Monika Beer

Ivor Bolton
© Benno Hunziker
Ivor Bolton

Ivor Bolton übernahm in der Saison 2016/2017 die Leitung des Sinfonieorchesters Basel. Zuvor war er Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg, mit dem er seit 2000 jährlich bei den Salzburger Festspielen und auf Tournee auftrat. In seiner beachtlichen Diskographie ist einerseits die sehr erfolgreiche Reihe von Bruckner-Sinfonien zu nennen, andererseits die von der internationalen Kritik hochgelobte Einspielung „The Secret Fauré“ (Sony, 2018) mit dem Sinfonieorchester Basel. In dieser Reihe folgen zwei weitere CDs. Seit September 2015 hat Ivor Bolton außerdem die Position des Chefdirigenten am Teatro Real in Madrid inne. In Großbritannien war er Chefdirigent der English Touring Opera, der Glyndebourne Touring Opera und des Schottischen Kammerorchesters. An der Bayerischen Staatsoper leitete er seit 1994 eine große Reihe neuer Produktionen, für die er mit dem renommierten Bayerischen Theaterpreis ausgezeichnet wurde. Er war regelmäßiger Gast beim Maggio Musicale Fiorentino und der Opéra National de Paris; weitere Opernengagements führten ihn ans Opernhaus Covent Garden London, an die English National Opera sowie die Konzerthäuser von Aix-en-Provence, Amsterdam, Barcelona, Berlin, Bologna, Brüssel, Dresden, Genf, Hamburg, Lissabon, Madrid, Sydney, Wien und Zürich.

Ivor Bolton war Gast bei den BBC Proms, den Dresdner Musikfestspielen und im Lincoln Center New York. Er arbeitete nebst weiteren mit folgenden Orchestern zusammen: Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Freiburger Barockorchester, Philharmoniker Hamburg, Münchner Philharmoniker, Orchestra Sinfonica Milano di Guiseppe Verdi, Orchestre de Paris, RAI Turin, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, Wiener Symphoniker, Wiener Kammerorchester und Tonhalle-Orchester Zürich.

Alexander Melnikow
© Julien Mignot
Alexander Melnikow

Alexander Melnikov absolvierte sein Studium am Moskauer Konservatorium bei Lev Naumov. Zu seinen musikalisch prägendsten Erlebnissen zählen die Begegnungen mit Svjatoslav Richter, der ihn regelmäßig zu seinen Festivals in Russland und Frankreich einlud. Er ist Preisträger bedeutender Wettbewerbe wie dem Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb (1989) und dem Concours Musical Reine Elisabeth in Brüssel (1991).

Seine musikalischen und programmatischen Entscheidungen sind oft ungewöhnlich. Sehr früh begann Alexander Melnikov sich mit der historischen Aufführungspraxis auseinander zu setzen. Wesentliche Impulse erhielt er von Andreas Staier und von Alexei Lubimov, mit dem er in zahlreichen Projekten zusammengearbeitet hat. Regelmäßig steht er mit namhaften Ensembles für Alte Musik wie dem Freiburger Barockorchester, Musica Aeterna, der Akademie für Alte Musik Berlin oder dem Orchestre des Champs-Élysées auf der Bühne.

Unter den Orchestern, bei denen Alexander Melnikov als Solist gastierte, finden sich das Royal Concertgebouw Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig, Philadelphia Orchestra, NDR Elbphilharmonie Orchester, HR-Sinfonieorchester und Russian National Orchestra sowie die Münchner Philharmoniker, Rotterdam Philharmonic, BBC Philharmonic und NHK Symphony. Er arbeitete mit Dirigenten wie Mikhail Pletnev, Teodor Currentzis, Charles Dutoit, Paavo Järvi, Thomas Dausgaard und Valery Gergiev zusammen.

Mit Andreas Staier erarbeitete Alexander Melnikov ein Programm, das Auszüge aus Bachs Wohltemperiertem Klavier (Andreas Staier – Cembalo) mit den 24 Präludien und Fugen von Schostakowitsch (Alexander Melnikov – Klavier) in einem musikalischen Gespräch korrespondieren lässt. Gemeinsam haben sie auch ein reines Schubert Programm zu vier Händen aufgenommen und im Konzert gespielt. Eine intensive Kammermusikpflege mit dem Cellisten Jean-Guihen Queyras gehört für Alexander Melnikov zu den unverzichtbaren Bestandteilen seiner Arbeit.

Überaus wichtig sind ihm auch Kammermusikkonzerte mit seiner langjährigen festen Duopartnerin Isabelle Faust. Ihre gemeinsame Gesamteinspielung sämtlicher Beethoven-Violinsonaten bei harmonia mundi, die u.a. mit dem Gramophone Award 2010 ausgezeichnet sowie für den Grammy nominiert worden ist, ist zu einer Referenzaufnahme geworden. Im September 2015 erschien ihre Einspielung der Brahms Sonaten für Violine und Klavier.

Die von ihm ebenfalls bei harmonia mundi veröffentlichten Präludien und Fugen op. 87 von Schostakowitsch wurden u.a. mit dem BBC Music Magazine Award 2011, dem Choc de classica 2010 und dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. 2011 wurde dieses Album vom BBC Music Magazine als eine der 50 wichtigsten Aufnahmen aller Zeiten genannt. Des Weiteren spielte er Werke von Brahms, Rachmaninoff und Skrjabin ein. Zusammen mit Isabelle Faust, Jean-Guihen Queyras, Pablo Heras-Casado und dem Freiburger Barockorchester nahm Alexander Melnikov eine Schumann-Trilogie mit den Konzerten und Klaviertrios auf. Im August 2015 erschien das zweite Album der Reihe mit dem Klavierkonzert und zweiten Klaviertrio. Im November 2016 erschien eine Aufnahme mit Werken von Prokofiev, im Juni 2017 ein Album mit Werken von Chausson und Franck und im Februar 2018 seine von Kritikern hochgelobte Aufnahme „Four Pieces, Four Pianos“.

In der Saison 2018/19 präsentiert Alexander Melnikov das Projekt „Der Mann mit den vielen Klavieren“. Dieses Programm wird auf mehreren Instrumenten gespielt, die jeweils den Stil ihrer Zeit widerspiegeln. Neben Konzerten mit dem Mahler Chamber Orchestra und Deutschen Kammerphilharmonie Bremen setzt er seine Zusammenarbeit mit der Camerata Salzburg sowie als Künstlerischer Partner mit der Tapiola Sinfonietta fort.

Zu den weiteren Höhepunkten der Saison zählen u.a. eine USA-Tournee mit Andreas Staier, Rezitale im Pierre Boulez Saal Berlin, im Concertgebouw Amsterdam, in der Elbphilharmonie, in der Cité de la Musique Paris und dem Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie und eine Residenz in der Londoner Wigmore Hall.

Peter Maria Simonischek
© Xenia Hausner
Peter Maria Simonischek

In Graz (Österreich) geboren, lernt er zunächst im väterlichen Betrieb Zahntechniker und studiert an der TH Graz Architektur, bevor er an der Grazer Akademie für Musik und darstellende Kunst seiner Leidenschaft für das Schauspiel nachgeht. Nach seinem Studium ist er zunächst an verschiedenen Theatern in St. Gallen, Bern und Düsseldorf engagiert, unter anderem unter der Regie von Michael Haneke. 1979 wird er Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne und spielt dort beispielsweise unter der Leitung von Peter Stein, Klaus Michael Grüber, Luc Bondy, Bob Wilson und Andrea Breth.

Bereits in den 1980er Jahren ist Peter Simonischek in mehreren Film- und Fernsehauftritten zu sehen, so etwa in Axel Cortis „Das eine Glück und das andere” und „Herrenjahre”. In dem dreiteiligen Revolutionsdrama „Lenz oder die Freiheit“ spielt er unter der Regie von Dieter Berner die Titelrolle.

Mit Margarethe von Trottas „Fürchten und Lieben“ (mit Fanny Ardant und Greta Scacci) schafft er dann den Schritt auf die Kinoleinwand. Haupt- und Nebenrollen in vielen TV-Filmen und Serien folgen, für „Liebesjahre“ (Regie: Matti Geschonnek) erhält er 2012 seinen zweiten Grimme-Preis – 2015/2016 steht er unter anderem als Stockinger in „Bergfried“ (Regie: Jo Baier) und als Josef von Traunstein in „Das Sacher. Die Geschichte einer Verführung“ (Regie: Robert Dornhelm) vor der Kamera.

Außerdem dreht er immer wieder Kinofilme wie „Gebürtig“ (Regie: Robert Schindel, Lukas Stepanik), „Der Berg“ (Regie: Markus Imhoof), „Hierankl“ (Regie: Hans Steinbichler), „Rubinrot“, „Saphirblau“ und „Smaragdgrün“ (Regie: Felix Fuchssteiner), „Die Welt der Wunderlichs“ (Regie: Dani Levi), „Der Dolmetscher“ (Regie: Martin Sulik) und „Kursk“ (Regie: Thomas Vinterberg).

Als Titelfigur in Maren Ades „Toni Erdmann“ (2016) feiert Peter Simonischek große Erfolge: Im Dezember 2016 erhält er für diese Rolle den Europäischen Filmpreis 2016 als „Bester Hauptdarsteller“. Der Film selbst gewinnt den Europäischen Filmpreis 2016 noch in vier weiteren Kategorien („Bester Spielfilm“, „Beste Regie“, „Bestes Drehbuch“, „Beste Hauptdarstellerin“) und glänzt mit einer Oscarnominierung in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“; auch für den französischen Filmpreis César ist er als „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert. Außerdem gewinnt Peter Simonischek mit „Toni Erdmann“ den Österreichischen Filmpreis 2017 in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“, die „Lola“ – den Deutschen Filmpreis 2017 – für die „Beste männliche Hauptrolle“ sowie den ICS Award 2017, ebenfalls in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“. Für die „Beste Komödiantische Leistung im deutschen Film“ für seine Rolle des „Toni Erdmann“ wird Peter Simonischek vom Club der Filmjournalisten Berlin mit dem Ernst-Lubitsch-Preis 2017 ausgezeichnet.
Darüber hinaus wird er unter anderem mit dem international actors award.cologne und der Auszeichnung als „Bester Schauspieler“ beim 45. Festival du Nouveau Cinema in Montreal geehrt.

Für sein Lebenswerk erhält Peter Simonischek 2017 die „Platin-Romy“ und 2018 den Deutschen Schauspielpreis.

Vorwiegend Bühnenschauspieler, ist Peter Simonischek seit 1999 Mitglied des Wiener Burgtheaters und spielt acht Jahre lang (2002–2009) bei den Salzburger Festspielen die Paraderolle des „Jedermann” in Hofmannsthals gleichnamigem Traditionsstück. 2016 gab er auf den Salzburger Festspielen unter der Regie von Deborah Warner den Prospero in „Der Sturm“. 2018 stand Peter Simonischek unter anderem für Dror Zahavis Kinofilm „Crescendo“ vor der Kamera und erhielt für seine Rolle im Stück „The Who and the What“ am Burgtheater Wien den Nestroy-Preis als „Bester Schauspieler“. Aktuell ist Peter Simonischek am Burgtheater Wien als Mendel Singer in „Hiob“ zu sehen.

Sinfonieorchester Basel
© Matthias Willi
Sinfonieorchester Basel

Lokal verankert und Garant für einzigartige Konzerterlebnisse: Das Sinfonieorchester Basel zählt zu den Orchestern der Weltklasse.

Neben der mehr als 300-jährigen Tradition rückt insbesondere die einzigartige, typisch baslerische Komponente des Orchesters in den Vordergrund: Es ist diese außergewöhnliche Mischung aus lokaler Verankerung und kosmopolitischer, diskreter Avantgarde, welche die Seele des Orchesters ausmacht. Diese einmalige Eigenschaft prägt die Auftritte des Sinfonieorchesters Basel in seinen eigenen Konzertreihen, im Theater Basel sowie bei Gastspielen im In- und Ausland und garantiert damit stets nachhaltige, „musikalisch brilliante“ Konzerterlebnisse (Schweiz am Wochenende, 16.09.2017). Regelmäßig tritt das Sinfonieorchester Basel auch international auf; wie zum Beispiel auf den UK-Tourneen 2014, 2015 und 2017, der Fernost-Tournee im Frühling 2015, der Europa-Tournee mit David Garrett im März 2017 sowie der Tournee im Januar 2019 mit Jonas Kaufmann. Unter den Dirigenten, die dem Sinfonieorchester Basel eng verbunden waren oder es noch sind, finden sich Namen wie Johannes Brahms, Felix Weingartner, Gustav Mahler, Wilhelm Furtwängler, Gary Bertini, Walter Weller, Armin Jordan, Horst Stein, Otto Klemperer, Nello Santi, Pierre Boulez, Mario Venzago, Sir Mark Elder und Dennis Russell Davies. Besonders unter Davies entfaltete sich das musikalische, kulturelle und menschliche Potenzial des Orchesters. Dem aktuellen Chefdirigenten Ivor Bolton gelang es, die Entwicklung zu einem Orchester der Weltklasse erfolgreich weiter zu fördern. Die Hauptspielstätte des Sinfonieorchesters Basel ist das Stadtcasino Basel, die „Weltnummer 6 der Konzertsäle“ (businessinsider.com, 05.10.2016). Zur Saison 2020/2021 wird der Saal nach einer vierjährigen Renovierung wiedereröffnet: Bis dahin spielt das Orchester seine Sinfoniekonzerte im Musical Theater Basel, im Basler Münster sowie im Theater Basel.

Konzertsaal

Heinrich-Lades-Halle

Heinrich-Lades-Halle Erlangen, Innen
© Detlef Overmann | EKM GmbH
Großer Saal, Heinrich-Lades-Halle
© Detlef Overmann | EKM GmbH

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