Abo II, FV

NDR Elbphilharmonie Orchester

(Joshua Bell/Alan Gilbert)

Montag, 01. November 2021, 19 Uhr
Programmeinführung 45 Minuten vor Konzertbeginn
Heinrich-Lades-Halle, Großer Saal
Rathausplatz 1, 91052 Erlangen

Sparkassen-Rabatt unter www.sparkasse-erlangen.de/ihre-kundenvorteile erhältlich.

Joshua Bell kam 1967 in Bloomington, Indiana, im Maisgürtel der USA auf die Welt. Und bevor er mit vier Jahren endlich anfangen durfte, Geige zu spielen, bespannte er seine Schreibtischschublade mit Gummibändern … So einer meint es ernst!

NDR Elbphilharmonie Orchester
Joshua Bell, Violine
Alan Gilbert, Leitung

Max Bruch
Schottische Fantasie für Violine
und Orchester op. 46

Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 4 Es-Dur, „Die Romantische“

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© Robert Ascroft

Joshua Bell – Eine lebende Legende!

Schon mit acht Jahren kam Joshua Bell zu seinem Lehrer und Mentor Josef Gingold, mit 14 debütierte er unter Riccardo Muti mit dem Philadelphia Orchestra, mit 17 trat er zum ersten Mal in der Carnegie Hall auf, und mit 18 unterschrieb er seinen ersten Plattenvertrag bei Decca. Im selben Jahr erhielt er das Avery-Fisher-Karriere-Stipendium, 25 Jahre später den begehrten Avery Fisher Prize. Heute beglückt er das Publikum rund um den Globus als Solist, Kammermusiker und seit 2011 als musikalischer Leiter der Academy of St. Martin in the Fields.

Es sind die Auszeichnungen, die viel über diesen international bejubelten Starviolinisten, der neben circa 200 Konzertauftritten pro Jahr auch die Kraft für vielseitiges Engagement findet, erzählen: So fördert er seit Jahren junge Menschen, die wegen ihrer Herkunft sonst nie mit klassischer Musik in Berührung kämen. Dafür und für sein poetisches Violinspiel zeichneten die Dresdner Musikfestspiele 2019 Joshua Bell in der Dresdner Frauenkirche mit dem Glashütte Original MusikFestspielPreis aus. Nicht nur der Festspielintendant Jan Vogler nennt ihn „einen der charismatischsten und erfolgreichsten Musiker weltweit.“ Der weltoffene Virtuose war Mitglied in Barack Obamas Komitee zur Wiederaufnahme kultureller Beziehungen zu Kuba und spielte mit dem Singapore Chinese Orchestra das Butterfly-Lovers’-Violinkonzert, eines der bekanntesten Werke des chinesischen Kulturerbes für Violine.

Joshua Bell bewegt sich auch gerne jenseits klassischer Genregrenzen. So spielte er zusammen mit Chick Corea und Wynton Marsalis genauso erfolgreich wie mit Anoushka Shankar und Sting.

1998 spielte er den von John Corigliano komponierten Soundtrack zum Film „The Red Violin“ über Antonio Vivaldi, der einen Grammy erhielt. Einen weiteren Grammy erhielt er für die Einspielung des Violinkonzerts von Nicholas Maw, einem der zahlreichen zeitgenössischen Komponisten, deren Werke er in Auftrag gibt und uraufführt. Auch seine Aufnahme von Max Bruchs „Schottischer Fantasie“, die wir beim gVe-Konzert hören werden, war 2019 für einen Grammy nominiert.

In Anerkennung seiner Verdienste ernannte der Bundesstaat Indiana Joshua Bell im Jahr 2000 zur Indiana Living Legend.

Und ja, Joshua Bell ist der U-Bahn-Geiger, der in Washington D.C. eine Stunde lang die haarigsten Werke von Bach spielte, ohne von den vorbeihastenden Pendlern erkannt zu werden. Der Bericht über dieses Experiment der Washington Post wurde 2007 mit dem Pulitzer Prize ausgezeichnet.

Auch das Coronavirus kann den aufgeschlossenen Musiker nicht an der Ausübung seiner Kunst hindern. Neben zahlreichen live gestreamten Konzerten, zum Beispiel „Joshua Bell: At Home With Music“, das Sony Music direkt aus seinem Wohnzimmer in alle Staaten übertrug, konzertierte er zusammen mit Daniil Trifonov beim digitalen Verbier Festival 2020. Auch nutzt er innovativste Software, sodass man ihn nun sogar virtuell über die Sony Playstation 4 VR erleben kann.

Ganz und gar analog ist seine eigene „Red Violin“. Er spielt die berühmte Stradivari „Gibson ex Huberman“ von 1713, die 1936 dem Geiger Bronislaw Huberman aus der Künstlergarderobe der Royal Albert Hall gestohlen worden war und erst 50 Jahre später wieder auftauchte. Neun Monate dauerten allein die Reinigungsarbeiten, bis der typische rote Originallack wieder glänzte… Seither spielt Joshua Bell ausschließlich auf diesem wunderbaren Instrument.

Freuen wir uns auf einen Abend mit musikalischen Perlen der Romantik.

Der aus New York stammende Alan Gilbert – seit 2019 Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters – wird zusammen mit „seinen“ Musikern auch die Sinfonie Nr. 4 in Es-Dur, „Die Romantische“ von Anton Bruckner zu Gehör bringen.

Joshua Bell
© Bill Phelps
Joshua Bell

Mit einer fast vier Jahrzehnte umspannenden Karriere gehört Joshua Bell zu den berühmtesten Violinisten seiner Zeit. Er ist mit allen führenden internationalen Orchestern aufgetreten und wirkt weiterhin als Solist, Recital-Künstler, Kammermusiker, Dirigent und Music Director der Academy of St Martin in the Fields.

In einer Zeit, in der COVID-19 fast alle Live-Auftritte unmöglich macht, hat sich Joshua Bell jenen angeschlossen, die musikalische Weltklasse online darbieten. Am 16. August 2020 präsentierte PBS „Joshua Bell: At Home With Music“, eine landesweit ausgestrahlte Sendung der Tony- und Emmy-Gewinnerin Dori Berinstein.

Der in Bloomington (Indiana) geborene Joshua Bell spielt seit seinem vierten Lebensjahr Violine. Mit zwölf begann er die Ausbildung bei seinem Mentor Josef Gingold. Mit 14 gab er sein Debüt beim Philadelphia Orchestra unter Riccardo Muti und trat mit 17 Jahren erstmals in der Carnegie Hall mit dem St. Louis Symphony auf. Mit 18 unterzeichnete Joshua Bell seinen ersten Plattenvertrag mit London Decca und erhielt den Avery Fisher Career Grant. 2010 wählte ihn Musical America zum „Instrumentalist of the Year”. 2007 war er „Young Global Leader” des World Economic Forum, wurde für sechs GRAMMY® Awards nominiert und erhielt den Avery Fisher Prize. 2003 wurde er mit dem Indiana Governor’s Arts Award ausgezeichnet, 1991 mit dem Distinguished Alumni Service Award der Jacobs School of Music. 2000 wurde er zur „Indiana Living Legend” ernannt.

Joshua Bell hat für drei US-Präsidenten und die Richter am Supreme Court der Vereinigten Staaten gespielt. Er nahm an der ersten Kulturmission von Barack Obamas „Committee on the Arts and Humanities“ teil und trat daraufhin 2017 mit kubanischen und amerikanischen Musikern in einem für den Emmy nominierten PBS-Special aus der Reihe „Live from Lincoln Center“ auf. Die Sendung mit dem Titel „Joshua Bell: Seasons of Cuba” feiert die Wiederaufnahme der kulturellen Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten.


SAISON 2020/2021 - DIESE BIOGRAPHIE WIRD IHNEN MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VON DER ACADEMY OF ST MARTIN IN THE FIELDS ZUR VERFÜGUNG GESTELLT.

Alan Gilbert
© Peter Hundert | NDR
Alan Gilbert

Seit Beginn der Spielzeit 2019/2020 ist Alan Gilbert Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Der Amerikaner genießt in der internationalen Musikwelt einen herausragenden Ruf als leidenschaftlicher Interpret eines breiten Repertoires vom Barock bis zur Gegenwart sowie als Künstler mit großem gesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein. Dem NDR Elbphilharmonie Orchester ist er bereits seit langem eng verbunden; von 2004 bis 2015 war er dessen Erster Gastdirigent. Nach dem fulminanten Antritts-Festival „Klingt nach Gilbert“ mit Werken u. a. von Haydn, Beethoven, Brahms, Schostakowitsch und Lindberg sowie Uraufführungen von Unsuk Chin und Enno Poppe dirigierte er in seiner ersten Saison als neuer Chef des Orchesters etwa Verdis Requiem und Bruckners Siebte Sinfonie, die auch auf CD erschienen ist. Während des Corona-Lockdowns leitete Gilbert eine Vielzahl an Streaming- und Hörfunk-Konzerten, darunter auch das Jubiläumskonzert zum 75. Geburtstag des NDR Elbphilharmonie Orchesters.

Gilberts Position beim NDR folgte seiner 2017 zu Ende gegangenen, achtjährigen Amtszeit als Music Director des New York Philharmonic Orchestra, wo es dem gebürtigen New Yorker gelang, den Ruf des Orchesters nochmals auszubauen und dessen führende Bedeutung in der kulturellen Landschaft der USA zu unterstreichen. Gilbert ist außerdem Ehrendirigent des Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, dessen Chef er acht Jahre lang war, Erster Gastdirigent des Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und designierter Musikdirektor der Königlichen Oper in Stockholm ab 2021.

Als international gefragter Gastdirigent kehrt Gilbert regelmäßig zu Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, London Symphony, Cleveland und Boston Symphony, Philadelphia Orchestra, der Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig oder dem Orchestre de Paris und Orchestre Philharmonique de Radio France zurück. Er hat Opernproduktionen an der Mailänder Scala, der Metropolitan Opera New York, Los Angeles Opera, Königlichen Oper Stockholm, am Opernhaus Zürich und an der Santa Fe Opera geleitet. Gilberts Diskografie umfasst u. a. die CD-Box „The Nielsen Project“ und die Grammy-prämierte DVD mit John Adams’ „Doctor Atomic“ live aus der New Yorker Met. Der mit zahlreichen renommierten Preisen und Ehrungen ausgezeichnete Dirigent war ferner Leiter des Bereichs für Dirigier- und Orchesterstudien an der New Yorker Juilliard School.


SAISON 2020/2021 - DIESE BIOGRAPHIE WIRD IHNEN MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VOM NDR ELBPHILHARMONIE ORCHESTER ZUR VERFÜGUNG GESTELLT.

NDR Elbphilharmonie Orchester
© Nikolaj Lund
NDR Elbphilharmonie Orchester

Als Residenzorchester der Elbphilharmonie Hamburg prägt das NDR Elbphilharmonie Orchester mit seinen Programmen maßgeblich das künstlerische Profil des weltweit berühmten Konzerthauses. Klänge und Bilder aus der 2017 eröffneten Stammspielstätte des Orchesters sind heute, vermittelt auch durch Konzertübertragungen des NDR, in ganz Deutschland und weit darüber hinaus präsent.

Neben seinen verschiedenen Konzertformaten in Hamburg unterhält das Orchester eigene Konzertreihen in Lübeck und Kiel und spielt eine tragende Rolle bei den großen Festivals in Norddeutschland. Seinen internationalen Rang unterstreicht es auf Tourneen durch Europa, nach Nord- und Südamerika sowie regelmäßig nach Asien. Darüber hinaus engagiert sich das Orchester im Education-Bereich und in der Nachwuchsförderung.

Gegründet wurde das Ensemble 1945 als Orchester des NWDR im Zeichen des geistigen und kulturellen Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Von 1956 bis 2016 konzertierte es unter dem Namen NDR Sinfonieorchester. Als erster Chefdirigent prägte Hans Schmidt-Isserstedt über ein Vierteljahrhundert lang das künstlerische Profil des Orchesters. Legendär wurde später die 20-jährige, intensive Zusammenarbeit mit Günter Wand. Seit 1982 Chefdirigent und seit 1987 Ehrendirigent auf Lebenszeit, festigte Wand das internationale Renommee des Orchesters. Insbesondere seine Maßstab setzenden Interpretationen der Sinfonien von Brahms und Bruckner wurden dabei zur künstlerischen Visitenkarte des Ensembles. 1998 wurde Christoph Eschenbach in die Position des Chefdirigenten berufen, 2004 folgte Christoph von Dohnányi in der Reihe namhafter Pultgrößen. Von 2011 bis 2018 setzte Thomas Hengelbrock als Chefdirigent mit interpretatorischer Experimentierfreude und unkonventioneller Programmdramaturgie wichtige neue Impulse in der Geschichte des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Seit 2015 ist der junge Pole Krzysztof Urbański Erster Gastdirigent. Mit der Spielzeit 2019/2020 trat Alan Gilbert die Position als neuer Chefdirigent an.

Konzertsaal

Heinrich-Lades-Halle

Heinrich-Lades-Halle Erlangen, Innen
© Detlef Overmann | EKM GmbH
Großer Saal, Heinrich-Lades-Halle
© Detlef Overmann | EKM GmbH

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