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National Symphony Orchestra of Ukraine

(Olga Scheps/Volodymyr Sirenko)

**abgesagt**

Montag, 06. Dezember 2021, 20 Uhr
Programmeinführung 45 Minuten vor Konzertbeginn
Heinrich-Lades-Halle, Großer Saal
Rathausplatz 1, 91052 Erlangen

Sparkassen-Rabatt unter www.sparkasse-erlangen.de/ihre-kundenvorteile erhältlich.

Die Russin Olga Scheps ist besessen von ihrem Beruf, nein, das ist zu wenig: Sie ist besessen von ihrer Berufung als Pianistin. Keine Wochenenden, kaum Urlaube, permanentes intensives Üben, Disziplin im alltäglichen Leben. Erleben Sie die aufregende 35-jährige, in Köln lebende Künstlerin mit Tschaikowskis 1. Klavierkonzert, dem vielleicht brillantesten Klavierkonzert der Musikgeschichte.

National Symphony Orchestra of Ukraine
Olga Scheps, Klavier
Volodymyr Sirenko, Leitung

Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23

Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70

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Olga Scheps
© Uwe Arens

Olga Scheps und ihre „Mission Impossible“ – die Pianistin, die Unmögliches möglich macht!

Sie ist Perfektionistin, die dennoch warmherzig, menschlich ist, wenn sie ihr hehres Ziel verfolgt: „Wenn ich spüre, dass ein magischer Zauber im Livekonzert spürbar ist, macht mich das glücklich und zufrieden. Das entschädigt für alles; für den Aufwand, das Reisen, das harte Arbeiten. Ich liebe die Musik und bin sehr dankbar für diese Möglichkeit, mich auszudrücken. Ich kann mit der Musik so vieles erzählen, ausdrücken. Es ist meine Sprache, und ich arbeite immer daran, mich darin zu verbessern. Ich möchte aus dem Flügel das Unmögliche herausholen.“

Nebenbei sieht Olga Scheps fantastisch aus und könnte auch als Model Karriere machen. Das hört sie jedoch nicht so gerne: „Wenn man möchte, dass die Klassik nichts mit Äußerlichkeiten zu tun haben sollte, dann muss man das Aussehen nicht jederzeit thematisieren.“ Die große Klassikbranche sieht das freilich anders. „Da hat sich viel verändert“, sagt Olga Scheps: „Ich bin bei meinen Eltern“ (beide stammen aus Moskau und sind Pianisten: der Vater Klavierprofessor in Aachen, die Mutter Klavierpädagogin) „mit der Ästhetik eines Emil Gilels, Vladimir Horowitz, Evgenij Kissin aufgewachsen. Die Pianisten spielten damals ein einziges Programm, mit dem sie ein Jahr auf Tour gingen. Heute hingegen sieht das so aus: Ich habe in einem Jahr etwa 100 Konzerte, spiele das Repertoire für drei Soloklavierabende, sechs verschiedene Klavierkonzerte mit Orchester, mache Kammermusik und studiere noch zwei große Werke ein.“

Bei allem Perfektionismus, bei allen großen Erfolgen, die Olga Scheps hat, bleibt sie im wahrsten Sinne des Wortes „auf dem Teppich“: Um mit dem Klappern ihrer oft hochhackigen Schuhe durch Nebengeräusche nicht von der Musik abzulenken, bringt Olga Scheps immer einen eigenen kleinen „fliegenden Teppich“ mit, den sie zwischen Pedal und Klavierhocker legt.

Tschaikowskis großes, berühmtes 1. Klavierkonzert hat Olga Scheps für Sony eingespielt und es viele Male auf der Bühne mit verschiedenen Orchestern und Dirigenten aufgeführt. Es ist ein Werk, das zu ihr passt – so wie sie Tschaikowski ohnehin liebt und eine pianistische Fassung des „Nussknackers“ und Stücke aus seinen „Jahreszeiten“ auf CD eingespielt hat. „Ich liebe die Energie, die Freude, die Power, die sehr präsent ist in diesem Werk. Es gibt auch Drama, Trauer und Verzweiflung in diesem Konzert. Das geht manchmal ins Aggressive, aber jede Phrase endet im Duo mit dem Orchester als Happy End.“ So durchdringt sie Tschaikowski mit der Ausbildung und Erfahrung, welche die „russische Schule“ kennzeichnet: Es ist die fantasievolle Deutung und Gestaltung der Motive und Themen, ein warmer, großer, singender Ton und natürlich eine bewundernswert präzise, kraftvolle Technik. Mit dem National Symphony Orchestra of Ukraine unter der Leitung seines Chefdirigenten Volodymyr Sirenko treffen da verwandte künstlerische Seelen zusammen, die diesen Abend mit Dvořáks wunderbarer 7. Symphonie zu einem klangsinnlichen Erlebnis erster Güte machen werden.

Text: Sabine Kreimendahl

Olga Scheps
© Uwe Arens
Olga Scheps

„Was Scheps tut ist nicht hübsch und niedlich, sondern atemberaubend“ (FAZ).

Olga Scheps, geboren in Moskau, begann mit fünf Jahren die ersten Melodien und Stücke zu spielen und lernte Klavierspielen so, wie sie sprechen, laufen und lesen lernte. 1992 zog ihre Familie nach Deutschland, das Olga Scheps zur neuen Heimat wurde.

Die Pianistin spricht fließend Deutsch, Russisch und Englisch. Mit 16 Jahren begann sie als Jungstudentin an der Musikhochschule Köln ihr Studium, welches sie 2013 mit Auszeichnung bei Pavel Gililov abschloss. Prof. Gililov und ihre Eltern – beide ebenfalls Pianisten und Klavierpädagogen – sind bis heute wichtige Ratgeber. Weitere wichtige musikalische Impulse erhielt Olga Scheps bei Arie Vardi, Dmitri Bashkirov, Andrei Gavrilov und Alfred Brendel.

Während des Studiums war sie Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben. Seit ihrem Debüt beim Klavier-Festival Ruhr im Jahr 2007 konzertierte sie u. a. beim Rheingau Musik Festival, dem Klavier-Festival Ruhr, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Kissinger Sommer, dem Heidelberger Frühling, dem Lucerne Festival, den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, dem Mosel Musikfestival, dem Menuhin-Festival in Gstaad, dem internationalen Musikfest Kreuth, dem Festival Iberico in Spanien, dem Mersin Festival in der Türkei und dem Festival „Zaubersee“ in Luzern.

Seit 2009 ist Olga Scheps Exklusivkünstlerin von Sony Classical und spielte ihr bereits siebtes Album ein. Dieses Solo-Album mit Werken von Erik Satie erreichte in Deutschland die Nr. 1 der offiziellen Klassik Charts. Für ihr Album „Chopin“ erhielt Olga Scheps einen ECHO Klassik in der Kategorie „Newcomerin des Jahres“. Alle anderen Alben von Olga erreichten die Top Ten der offiziellen Klassik Charts. Olga Scheps lebt heute in ihrer Wahlheimat Köln, reist von dort aus zu Klassik-Festivals und Konzertreihen in verschiedenen Ländern und konzertiert mit weltweit führenden Orchestern und Dirigenten. Scheps hat ein vielseitiges Repertoire, besonders widmet sie sich jedoch den Werken russischer Komponisten sowie Kompositionen von Frédéric Chopin. Seit dem Jahr 2013 gehört Olga zum erlesenen Kreis der offiziellen „Steinway Artists“.

Volodymyr Sirenko
© M&B Concerts
Volodymyr Sirenko

Volodymyr Sirenko wurde 1960 in der Ukraine geboren. 1989 absolvierte er das Konservatorium in Kiew, wo er Dirigieren bei Allin Vlasenko studierte. 1990 war er Finalist beim Internationalen Dirigentenwettbewerb in Prag. Ein Jahr später wurde er zum Chefdirigenten des Ukrainischen Radio Sinfonie Orchesters ernannt und bekleidete diese Position bis 1999. Danach wurde er künstlerischer Leiter und Chefdirigent des „National Symphony Orchestra of Ukraine“ (vorher bekannt als Kiew State Symphony Orchestra).
Volodymyr Sirenko wurde 1997 als „Verdienter Künstler der Ukraine“ und 2003 als „Verdienter Künstler der Russischen Föderation“ ausgezeichnet. 2001 erhielt er den „Shevchenko National Price“, die höchste Auszeichnung in der Ukraine.

Volodymyr Sirenko unternahm Konzerttourneen durch Österreich, Bahrain, Belgien, Bulgarien, die Tschechische Republik, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Korea, Libanon, Niederlande, Oman, Polen, Russland, Slowakei, Spanien, Vereinigte Arabische Emirate, Großbritannien und USA.
Er arbeitete mit zahlreichen internationalen Orchestern, wie Moscow Philharmonic, St. Petersburg Philharmonic, Sinfonia Warsovia, NOSPR (Kattowitz), Svetlanov Symphony Orchestra, Bratislava Radio Symphony, Jerusalem Symphony Orchestra, National Philharmonic of Russia, Brooklyn Philharmonic und Royal Philharmonic Orchestra.
Volodymyr Sirenko war weltweit in vielen Konzertsälen zu Gast – etwa im Concertgebouw Amsterdam, Brucknerhaus Linz, Barbican Hall London, Cadogan Hall London, Théâtre des Champs-Elysées und Opéra Comique Paris, Seoul Art Center, Centro Manuel de Falla, Filharmonia Narodowa Warschau, Great Hall of Moscow Conservatory und Great Hall of St. Petersburg Philharmonia. Die internationale Presse vergleicht ihn mit Dirigenten wie Esa-Pekka Salonen und Sir Simon Rattle.

National Symphony Orchestra  of Ukraine
© M&B Concerts
National Symphony Orchestra of Ukraine

Gegründet im Jahr 1918 vom Ministerrat der Ukraine, gilt das Symphonieorchester der Ukraine als eines der besten Orchester in Osteuropa.
Dirigenten wie Leopold Stokowski, Igor Markevitch, Kurt Sanderling, Evgeny Mravinsky, Kiril Kondrashin, Evgeny Svetlanov und Gennady Rozhdestvensky arbeiteten mit dem Orchester.

Zahlreiche namhafte Solisten konzertierten mit dem NSOU, wie Artur Rubinstein, Yehudi Menuhin, Isaac Stern, David Oistrach, Svjatoslav Richter, Mstislav Rostropovich, Emil Gilels, Leonid Kogan, Gidon Kremer, Oleh Krysa, Monserrat Caballe, Jose Carreras und Juan Diego Flores.

Berühmte Komponisten wie z.B. Sergej Prokofjew, Dmitri Schostakowitsch, Aram Khatchaturian u.a. betrauten das NSOU mit der Uraufführung ihrer Werke.
Seit 1993 hat das NSOU mehrere Tonträger herausgebracht. Die meisten dieser Aufnahmen haben international höchste Anerkennung erfahren. Das NSOU unternahm erfolgreiche Konzertreisen durch Australien, Österreich, Bahrain, Belgien, Belarus, China, Tschechische Republik, Dänemark, Frankreich, Deutschland, England, Hong Kong, Iran, Italien, Japan, Kasachstan, Libanon, Niederlande, Oman, Polen Portugal, Russland, Slowakei, Spanien, Schweiz und die Vereinigten Arabischen Emirate.

The Sidney Morning Herald lobte die Qualitäten des Orchesters:
„Mit einem Programm reich an Energie und ungewöhnlichen Abenteuern zeigt sich das NSOU in einem höchst günstigen Licht während seines einzigen Konzerts in Sydney auf seiner Tournee durch Australien. Dies ist ein Orchester mit vielen Tugenden. Die Streicher zaubern eine beschwingte Gesanglichkeit, die Holzbläser haben eine fruchtige, durchdringende Reife, und die Blechbläser könnten die Mauern von Jericho gefährden, das Schlagzeug die Toten erwecken.“

Konzertsaal

Heinrich-Lades-Halle

Heinrich-Lades-Halle Erlangen, Innen
© Detlef Overmann | EKM GmbH
Großer Saal, Heinrich-Lades-Halle
© Detlef Overmann | EKM GmbH

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