© M&B Concerts / Tibor Pluto
3 Wunderkinder

FV, Familienkonzert

3 Wunderkinder

Freitag, 18. März 2022, 20 Uhr
Keine Einführung
Redoutensaal
Theaterplatz 1, 91054 Erlangen

Hier flashen drei Hammer Teenager – jeder erst mal Solo und dann auch noch als Trio! Liszt, Ysaye, Tschaikowski, Mendelssohn und Rachmaninow – MEGA!

3 Wunderkinder
Ilva Eigus, Violine
Maxim Grizard, Violoncello
Laetitia Hahn, Klavier

Sergei Rachmaninow
Klaviertrio Nr. 1 g-Moll, „Trio élégiaque“

Franz Liszt
Ungarische Rhapsodie Nr. 2 für Klavier

Eugène Ysaÿe
Sonata Nr. 2 für Violine Solo

Pjotr Iljitsch Tschaikowski
„Pezzo capriccioso“ für Cello und Klavier op. 62

Felix Mendelssohn Bartholdy
Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 49

Nix „Kinder spielen für Kinder“!

„Wunderkind“: ein Wort, das spontan elektrisiert. Da paart sich Sensationslust mit der Hoffnung auf gesicherte Arterhaltung – und immer finden sich Skeptiker, die sich erst mal selbst von den exzeptionellen Fähigkeiten des angekündigten Wunderkindes überzeugen wollen.

Der gVe, der das Risiko nicht scheut, das klassische Musikleben in Erlangen mit durchaus ungewöhnlichen Konzertereignissen zu bereichern, hat gleich drei Wunderkinder nach Erlangen eingeladen – den Skeptikern zur Gewissheit, den Genießern zur Freude:

Laetitia Hahn wurde 2003 in Düsseldorf geboren und gehört zu den talentiertesten und vielversprechendsten Pianisten der jüngeren Generation. Mit zwei Jahren begann sie Klavier zu spielen, wurde mit vier Jahren eingeschult und übersprang vier Schulklassen. Seit dem Sommersemester 2016 ist sie ordentlich immatrikulierte Studentin im Studiengang „Bachelor of Arts in Music“ in Zürich. Außerdem ist sie als Komponistin aktiv: die Uraufführung ihres Klavierkonzertes und das ihres Bruders Philip „weapons of light / a peace concerto“ fand 2019 statt.

Laetitia Hahn wird bereits zum zweiten Mal auf der Bühne der Heinrich-Lades-Halle musizieren, nachdem sie in der vergangenen Saison in einer geradezu tollkühnen Aktion an Stelle des am Konzerttag erkrankten Nikolai Tokarev das Klavierkonzert von Edvard Grieg darbot. Obwohl sie es vorher neun Monate lang nicht gespielt hatte, reichten Fingerübungen auf der Fahrt nach Erlangen und eine einzige Probe mit Thomas Sanderling aus, das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinzureißen.

Wir hören Laetitia Hahn solistisch mit der fulminanten, technisch sich am Rande der Spielbarkeit bewegenden „Ungarischen Rhapsodie“ von Franz Liszt.

Ilva Eigus, die 2007 in Zürich geborene Geigerin lettisch-schweizerischer Eltern, studiert seit 2011 bei Liana Tretiakova. Ilva ist Gewinnerin internationaler Wettbewerbe und hat in bedeutenden Konzertsälen wie dem Palazzo Vecchio in Florenz, dem Moskauer Bolschoi Theater, dem Mozarteum in Salzburg und in der römischen Universität La Sapienza konzertiert. Bereits als Sechsjährige absolvierte Ilva ihren ersten Soloauftritt auf Einladung des Schweizerischen Fonds zur Förderung musikalisch begabter Kinder. Sie erhielt im selben Jahr die Möglichkeit zur Teilnahme an Einzelstunden bei dem international anerkannten Violinlehrer Prof. Zakhar Bron, an dessen Meisterklassen sie bis heute regelmäßig teilnimmt.

Wir hören sie mit einer der sechs Sonaten für Violine solo des belgischen Geigenvirtuosen und Komponisten Eugène Ysaye.

Maxime Grizard ist Deutsch-Franzose, Jahrgang 2006 und Cellist. Neben seinen beeindruckenden technischen Fähigkeiten verzaubert der junge Virtuose das Publikum mit seinem unerwartet reifen, seelenvollen Spiel. Musiker der Weltelite wie Roustem Saïtkoulov fördern den hochtalentierten Teenager, der in Erlangen mit Peter Tschaikowskis „Pezzo capriccioso“ brillieren wird.

Dass diese drei „Wunderkinder“ nicht nur solistisch, sondern auch als Ensemble ein erstaunliches Niveau erreichen, werden sie uns mit dem „Trio élégiaque“ des damals 18jährigen „Wunderkindes“ Sergej Rachmaninow und dem d-Moll-Trio von Felix Mendelssohn Bartholdy demonstrieren.

Text: Cora Uitting

Laetitia Hahn
© Shigeru Kawai
Laetitia Hahn

Laetitia Hahn wurde 2003 in Düsseldorf geboren. Mit zwei Jahren begann sie Klavier zu spielen, wurde mit vier Jahren eingeschult und übersprang vier Schulklassen. 2011 gab sie ihr erstes 60-minütiges Solokonzert und bestand 2012 die Aufnahmeprüfung als Jungstudentin an der Musikhochschule Düsseldorf. Seit dem Sommersemester 2016 ist sie mit zwölf Jahren ordentlich immatrikulierte Studentin in der Klasse von Prof. Grigori Gruzman an der Kalaidos University of applied sciences in Zürich/Schweiz. Die junge Erfolgspianistin, die seit dem Sommer 2016 KAWAI-Artist ist, gab bereits mit zehn Jahren ihr Klaviersolo-Debüt mit einem 90-minütigen Programm und im selben Jahr ihr Orchesterdebüt mit Beethovens 2. Klavierkonzert. Laetitia Hahn wurde bereits im Alter von 11 Jahren von Lang Lang zum „Music Embassador" ernannt und mit einer Vielzahl nationaler und internationaler Musikpreise ausgezeichnet, zuletzt mit dem Grand Prix der Future Stars Competition/USA 2018. Sie konzertiert regelmäßig europaweit in vielen bedeutenden Konzertsälen und Philharmonien als Solistin oder mit Orchestern. So spielte sie im Alter von neun Jahren im Leipziger Gewandhaus anlässlich der Verleihung des Internationalen Mendelssohn-Preises u.a. an Herrn Dr. Richard von Weizsäcker, gewann zwei Meisterkurse beim Starpianisten Lang Lang, und trat auch gemeinsam mit ihm in Nanjing/China auf. Darüber hinaus engagiert sie sich bei Friedens- und Wohltätigkeitsveranstaltungen, so auch 2015 bei der Ronald McDonald Stiftung in Wien. Silvester 2017 führte sie mit den Hamburger Sinfonikern Chopins Polonaise Brilliante op. 22 auf. Im Juli 2018 erhielt sie den Grand Prix des St. Petersburger Kompositionswettbewerbs für ihr erstes eigenkomponiertes Klavierkonzert „weapons of light", das am 27. September 2019 mit ihr selbst am Klavier, sowie dem moldavischen Rundfunk-Sinfonieorchester in Chisinau/Moldavien uraufgeführt wurde. Im Rahmen der Konzertreihe „Weltklassik am Klavier“ konzertiert Laetitia Hahn seit Ende 2018 regelmäßig bundesweit als jüngste Künstlerin innerhalb dieser Reihe. Im August 2019 spielte sie das Beethovens 3. Klavierkonzert in Riga/Lettland, während sie es gleichzeitig auch selbst dirigierte.

Laetitia Hahn besuchte Meisterkurse u.a. bei Dr. Krystian Tkaczewski (PL/USA), Prof. Kevin Kenner (USA), Prof. Wolfgang Manz (D), Lang Lang (China), Antonio Pompa-Baldi (I/USA) und John Perry (USA), Dmitri Bashkirov (Rus), Prof. Barbara Szczepanska (PL), Leif Ove Andsnes (Nor), Hironao Suzuki (JPN), Vincenzo Balzani (IT), Yuri Bogdanov (RUS), Vovka Ashkhenazy (CH), Oliver Schnyder (CH) und Mathias Kosel (D/Dirigent). Außerdem studiert sie intensiv das Komponieren und Dirigieren und in ihrer Freizeit klettert sie, fährt Ski und liest gerne.

Ilva Eigus
© M&B Concerts
Ilva Eigus

Ilva Eigus wurde 2007 in Zürich als Tochter einer Mathematikerin aus Lettland und eines Zürcher Jazzmusikers geboren. Mit dreieinhalb Jahren begann sie, Geige zu spielen. Neben dem Geigenunterricht erhält sie seit ihrem fünften Lebensjahr auch Klavierstunden in der Musikschule des Konservatoriums Zürich (MKZ) und studiert zudem Improvisationstechniken im Stil des 18. Jahrhunderts. Sie studiert seit 2011 bei Liana Tretiakova.

Bereits als Sechsjährige absolvierte Ilva ihren ersten Soloauftritt auf Einladung des Schweizerischen Fonds zur Förderung musikalisch begabter Kinder. Sie erhielt im selben Jahr die Möglichkeit zur Teilnahme an Einzelstunden bei Prof. Zakhar Bron, an dessen Meisterklassen sie bis heute regelmäßig teilnimmt. Als Siebenjährige gewann Ilva den 1. Preis beim internationalen Wettbewerb „Premio Crescendo 2015“ in Florenz und erhielt zudem die Auszeichnung „Miglior Violinista“ aller Kategorien der unter Dreißigjährigen sowie den „Concerto Premio Junior“, was ihr drei weitere Aufführungen in der Konzertsaison 2015/16 in Italien ermöglichte. Dem folgte ― mit acht Jahren ― ihr Debut mit einem Symphonieorchester (Violinkonzert C-Dur von Kabalewski).

Trotz ihres jugendlichen Alters hat sich Ilva bereits ein beachtliches Repertoire erarbeitet und ist in bedeutenden Häusern wie dem Salzburger Mozarteum, dem Palazzo Vecchio von Florenz, dem Kongresshaus Zürich, dem Bolschoi Theater in Moskau (auf Einladung der Vladimir Spivakov Stiftung), den Philharmonien von Riga und Novosibirsk oder beim Festival de Musique von Menton (Südfrankreich) aufgetreten, dort als jüngste Musikerin in der 68-jährigen Geschichte des Festivals.

Zum ihrem Programm gehören derzeit Konzerte und Stücke von Vivaldi, Tartini, Bach, Mozart, Vieuxtemps, Wieniawski, Kreisler, Sarasate, Strawinsky, Prokofjew, Schostakowitsch u.a.

Ilva nahm an Meisterklassen von Prof. Zakhar Bron, Maxim Vengerov, Sergei Ostrovsky, Alexandra Soumm und Tatiana Samouil in Zürich, am Menton Festival und an der Salzburger Akademie teil.

Ein Portrait von ihr wurde im Dezember 2017 im Schweizer Fernsehen (SRF) ausgestrahlt.

Maxime Grizard

Maxime Grizard wurde 2006 in Jena geboren, lebt aber seit 2008 mit seiner Familie in der Nähe von Paris. Mit 7 Jahren erhielt er seinen ersten Unterricht für Klavier und ein Jahr später für Cello. Seine Lehrer sind die französische Cellistin Claire Oppert und der russische Pianist Roustem Saïtkoulov.

Zusätzlich besuchte er Meisterkurse bei Oleg Kogan, Jerôme Pernoo und Vladimir Perlin.

2016 und 2017 bekam Maxime den 1.Preis beim Wettbewerb Vatelot-Rampal und 2017 den 1.Preis beim Internationalen Wettbewerb FLAME in Paris. Im selben Jahr wurde er als Gewinner des Wettbewerbes "Prodiges" in der Kategorie "Instrument" in ganz Frankreich bekannt. 2019 bekam er den 1. Preis mit Höchstpunktzahl beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" in Halle und einen Sonderpreis für seine Interpretation der Cellosonate von Schostakowitsch bei WESPE (Wettbewerbsfestival der Sonderpreise) in Münster.

2018 nahm er eine CD für Warner Classic auf, auf der er Stücke von Brahms, Rachmaninov, Prokofiev, Popper und Kreisler auf dem Cello und Mozart auf dem Klavier interpretiert.

Maxime tritt regelmäßig im In- und Ausland auf (in Frankreich, Deutschland, Weißrussland, Großbritannien und Italien).

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Alle Familienkonzerte des gVe mit freundlicher Unterstützung der

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